Die Zieleplanung ist ein absolut zentraler Erfolgsfaktor in Projekten. Ohne klare Ziele ist ein erfolgreiches Projekt unmöglich. Denn ohne klare Ziele ist „Erfolg“ gar nicht definiert.
Gleichzeitig ist es aber auch kein Geheimnis, dass genau in diesem Punkt in der Praxis immer wieder schlampig gearbeitet wird. Teilweise unklare Anforderungen, uneinheitliches Problemverständnis, unklare Ziele, unklare Rahmenbedingungen und dazu nur rudimentär dokumentiert.
Wie aber sieht eine professionelle Zieleplanung aus? Die meisten Projektteams habe ich diesbezüglich schon vollgetextet informiert.
Denn IOOI ist eine mögliche Antwort auf diese Frage. IOOI steht für Input – Output – Outcome – Impact. Allerdings hatte die Methode bislang noch keinen Namen, drum habe ich ihr einfach den Namen „IOOI“ gegeben
1) Input-Faktoren
Welche Ressourcen (finanziell, personell, sachlich) und Informationen stehen für das Projekt zur Verfügung?
2) Output-Faktoren
Welche messbaren Ergebnisse sollen nach Beendigung des Projekts vorliegen? Im Fall des Logistikprojekts sind dies im Wesentlichen 3 Outputs: a) Logistikstudie (genau festlegen, welche Inhalte die Studie haben soll), b) Projekthandbuch, c) weitere Dokumentationen wie Präsentationen etc.
Wichtig: Die Outputs alleine geben noch KEINEN hinweis darauf, ob dadurch für den Auftraggeber auch wirklich ein Nutzen generiert wird!
3) Outcome-Faktoren
Hier wird der unmittelbare Nutzen definiert, der für die verschiedenen Ziel- und Anspruchsgruppen des Projekts (insbesondere für den Auftraggeber) durch das Projektergebnis (= Output) entsteht. Beispiele: kürzere Durchlaufzeiten, effizientere Auftragsbearbeitung, Steigerung der Marktanteile, Umsatzsteigerung, Kostensenkung etc. etc.
4) Impact-Faktoren
Hier wird beschrieben, zu welchen mittel- bis langfristigen Zielen (im taktischen oder strategischen Bereich) das Projekt (mit seinen Outputs und Outcomes) beiträgt. Beispiele: Marktführerschaft, Innovationsführerschaft, Kundenzufriedenheit, Mitarbeiterzufriedenheit etc. –> in den Logistikprojekten können Sie auf die Beschreibung dieser Ebene verzichten.
Und wo kommen diese Punkte im Projekthandbuch vor?
Output: Gesamtziel, Teilziele, messbare Ergebnisse
Outcome: Gesamtziel, gegebenenfalls gesonderte Dokumentation der Ziele des Auftraggebers
Und warum ist diese Differenzierung im vorliegenden Projekt so wichtig? Weil Sie als Projektteam nicht dafür verantwortlich sind (sein können), dass Ihre Handlungsempfehlungen im Unternehmen auch tatsächlich umgesetzt werden. Denn diese Verantwortung (Stichwort Change Management) obliegt einzig und allein dem Auftraggeber.
Selbstverständlich werden Sie sich aber bemühen, Ihre Lösungen so auszuarbeiten, dass sie für den Auftraggeber so leicht und effizient wie möglich umsetzbar sind.
Alles unklar?